Projekt Hamadab/QSAP

Eine Forschungsgrabung des Deutschen Archäologischen Instituts im Sudan

Seit mehreren Jahren wird in dem Ort Hamadab bei Kabushiya im Sudan ein meroitischer Siedlungsfundplatz (ca. 300 vor bis 300 nach Chr.) unweit der zeitgleichen Königsstadt (Meroe – Royal City) untersucht. Schon mit der Frühjahrskampagne 2007 habe ich als Student an Forschungsgrabungen vor Ort teilgenommen. Im Frühjahr 2014 sowie 2015 kehrte ich als erfahrener Archäologe wieder an den gleichen Schauplatz zurück, um das Forschungsteam um Dr. Pawel Wolf im Projekt Hamadab-QSAP vor Ort zu unterstützen. Für mich begannen die Reisen im Januar mit dem Flieger über Istanbul nach Khartoum. Nach drei Monaten erschöpfender Feldarbeit kündigten sich dann die Heimreisen zum Ende des März an.  Bei z.T. über 40 Grad im Schatten fiel uns die Arbeit nicht immer leicht. Aber die Landschaft mit ihren vielen Altertümern und das abendliche Kaltgetränk in gemütlicher Runde entschädigten doch für einiges. Unsere sudanesischen Kollegen unterstützen unsere Vorhaben nach Kräften, wie gewohnt mit einem herzlichen Lächeln und anhaltend guter Musik auf ihren Handys. Mit uns Archäologen haben auch viele Kollegen anderer Fachbereiche mitgewirkt. So führten neben Geophysikern und Geomorphologen auch Sedimentologen, Archäobotaniker, Kartographen und Ethnologen ihre Feldforschungen durch. Nun gilt es für das Forschungsteam die Ergebnisse dieser Kampagnen aufzuarbeiten. Leider steht die weitere Finanzierung dieses Projektes momentan auf wackligen Füßen, da der Hauptgeldgeber Quatar aufgrund der schlechten Ölpreise seine Beteiligung zurückgezogen hat. Wir hoffen auf eine baldige Lösung des Problems, so dass sich alle Mitarbeiter weiter auf ihre Arbeit stürtzen können.

Pyramidenfriedhof Süd

Pyramidenfriedhof Süd bei Meroe

Widderstatue in Naga

Widderstatue in Naga

Stadtmauer und Tempelecke in Hamadab

Stadtmauer und Tempelecke in Hamadab

Brunnenkranz und Wohnhausfundament in Hamadab

Brunnenkranz und Wohnhausfundament in Hamadab